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16.07.2009

Weniger Resistenzen dank moderner antiretroviraler Kombinationstherapie

TablettenIn den entwickelten Ländern des Westens sinkt die Zahl der HIV-Patienten, deren antiretrovirale Behandlung die Vermehrung der HI-Viren nicht unterbinden kann. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung der Daten aus der Schweizer HIV-Kohorte, die mehr als 8.000 HIV-Patienten einschließt. Der Untersuchung zu Folge wurden 1999 noch bei 50 bis 57 % der Patienten Erregervarianten mit Resistenzen gefunden, 2007 war dies nur noch bei 37 bis 45 % der Betroffenen der Fall.

Nach Ansicht der Forscher ist dieser Erfolg der Einführung der Kombination von drei verschiedenen Wirkstoffen bei der Behandlung von HIV-Patienten zu verdanken. Neu entwickelte Arzneistoffe haben die Behandlungserfolge seit 2001 noch einmal verbessert, meinen die Wissenschaftler. Waren bei einer herkömmlichen antiretroviralen Therapie mehr als dreiviertel der HIV-Infizierten von Resistenzen betroffen, so bilden unter der neu entwickelten antiretroviralen Kombinationstherapie nur noch etwa 16 % der HI-Viren Resistenzen.

Allerdings bedeutet die Abnahme der Resistenzen leider nicht, dass diese sich nicht mehr ausbreiten. Diese Therapieausfälle entwickeln sich lediglich langsamer als früher. Dies konnten die Wissenschaftler durch die Auswertung der Daten von über 4.000 Patienten bestätigen, die sich zwischen 2002 und 2007 zu einer jährlichen Untersuchung eingefunden hatten. Die Forscher hatten erwartet, dass pro Jahr ca. 10 % dieser HIV-Patienten von einer Resistenz betroffen sein würden. Doch sie stellten Resistenzen pro Jahr nur bei 5 % der Patienten fest, die eine Kombinationstherapie erhielten. Bei Patienten, die entsprechend den neusten Therapiemöglichkeiten behandelt wurden, lag die Rate der jährlich auftretenden Resistenzen sogar bei nur 2 %.

Den Forschern zu Folge werden Resistenzen weiterhin auftreten, jedoch viel seltener als früher, sofern die moderne antiretrovirale Kombinationstherapie konsequent entsprechend dem empfohlenen Behandlungsschema eingenommen wird (Meldung vom 1.1.2009).

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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